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Venus, Merkur und Saturn am Abendhimmel - Fotobericht von Ende Juni 2005

Am Abend des 29. Juni 2005 konnte ich die Begegnung von Venus und Merkur in der späten Abenddämmerung zwischen Wolkenresten hindurch beobachten und fotografieren, Saturn blieb hinter den Wolken und im Horizontdunst verborgen. Der Beobachtungsort war Niederleis im Weinviertel, die Planeten standen über dem Oberleiser Berg und sind weger der hohe Auflösung nur in der unteren Vergrößerung einigermaßen gut zu sehen, als zwei kleine weiße Punkte nahe der rechten oberen Ecke:

Der Dämmershimmel zeigte schöne Farben, die auf der folgenden Weitwinkel-Aufnahme gut zur Geltung kommen:

Es folgte eine klare Nacht mit knapp 5.5 mag freisichtiger Grenzgröße, die ich fotografisch genutzt habe, jedoch gab es immer wieder Unterbrechungen durch Wolken. Sehr störend ist die seit mehr als einem Jahr existierende Beleuchtung der Kirche in Niederleis - die Scheinwerfer sind schlecht ausgerichtet und strahlen teilweise ihr Licht in den Himmel.

Von den Feldern aus ist die Kirche direkt nicht zu sehen, da sich die Ortschaft in einer Senke befindet. Die Lichtstärke ist so hoch dass die tiefliegenden Wolken stellenweise von unten angeleuchtet wurden!

Kurz nach 1 Uhr ging schliesslich der Mond auf, knapp darunter war Mars zu erkennen. Nachfolgend noch ein Bild des Osthimmels mit den beiden Himmelskörpern, aufgenommen um ca. 1:30 MESZ:

Danach beendete ich diese fotografisch genutzte Nacht. Zum Standort ist zu sagen, dass die Himmelsqualität dort in den letzten Jahren deutlich nachgelassen hat. Früher haben Howdii und ich den Beobachtungsplatz auf den Feldern oberhalb von Niederleis häufig und gerne genutzt, vor allem der West- und der Nordhimmel und natürlich auch der Zenitraum waren weitgehend dunkel. Durch den Kirchen-"Skybeamer", der die ganze Nacht hindurch leuchtet, und durch die immer heller werdende Lichtglocke über Wien wird jedoch der Himmel über Niederleis nachhaltig aufgehellt, weshalb Howdii und ich in letzter Zeit andere Beobachtungsplätze bevorzugen. Eigentlich schade.


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© 2019 Walter Koprolin